8. November 2016

Die 5 häufigsten Fehler in den ersten 30 Sekunden

Wir kennen alle den Spruch „Für den ersten Eindruck gibt es keine zweite Chance“. Genau das trifft auch auf einen Präsentationsbeginn zu. Daher ist es umso erstaunlicher, dass vielen Rednern gar nicht bewusst zu sein scheint, wie wichtig der Einstieg in die Präsentation ist. Sie verwenden die meiste Zeit darauf, Ihr Thema vorzubereiten, und vergessen dabei völlig, sich darüber Gedanken zu machen, wie sie es dem Publikum vorstellen.

Einige mögen sogar denken, dass es effektiver sei, sich die Einleitung gänzlich zu sparen und direkt zum Inhaltlichen überzugehen. Wenn Ihr Vortragsthema nüchtern und trocken ist, kann dieser Ansatz allerdings nach hinten losgehen. Gerade bei fakten- oder zahlenlastigen Inhalten ist es wichtig, Ihr Publikum behutsam und mit einer durchdachten und interessanten Einleitung an die Präsentation heranzuführen. Sonst passiert es schnell, dass die Ersten mit ihren Gedanken abdriften, bevor Sie überhaupt dazu kamen, Ihren ersten Punkt vollständig auszuführen.

In der heutigen Zeit, in der die durchschnittliche Aufmerksamkeitsspanne von Menschen kürzer ist als die eines Goldfischs, sind die ersten 30 Sekunden entscheidend. Ziehen Sie das Publikum in Ihren Bann. Nehmen Sie sich die Zeit, sich vorzubereiten und Ihre Einleitung zu üben. Vermeiden Sie die Fehlgriffe, die anderen häufig unterlaufen.

Hier sind die typischen Fehler, die Redner zu Beginn Ihrer Präsentationen machen:

1. Der niemals enden wollende Auftakt

Der sicherste Weg, die Aufmerksamkeit Ihres Publikums direkt bei Beginn zu verlieren, ist endloses Gerede, ohne auf den Punkt zu kommen. Das ist uns allen schon mal passiert. Man beginnt zu sprechen, vergisst, was man eigentlich sagen wollte, und um wieder zum roten Faden zurückzukehren, bedarf es dann noch mehr Gerede. Ihr Publikum wird nicht mehr auf Ihre Präsentation fokussiert sein. Die Zuhörer werden stattdessen darauf achten, wann Sie endlich wieder Luft holen.

Überlegen Sie sich einen anderen Ansatz. Beginnen Sie mit einem einzelnen, plakativen Satz, der sich auf Ihr Thema bezieht. Er könnte auf eine Statistik verweisen. „In den nächsten 5 Sekunden wird Unternehmen A weitere 3.000 Euro Umsatz gemacht haben.“ Sie können auch mit dem Zitat einer berühmten Persönlichkeit oder einem derzeit stattfindenden Ereignis einleiten. All diese Optionen ermöglichen es Ihnen, die Präsentation auf den richtigen Weg zu bringen. Denken Sie dran: Alles, was groß werden soll, fängt klein an.

2. „Ich entschuldige mich für …“

Starten Sie niemals mit einer Entschuldigung. Es schwächt Ihr Auftreten, noch bevor Sie überhaupt mit Ihrer Präsentation begonnen haben.

„Leider bin ich erkältungsbedingt noch etwas angeschlagen, daher entschuldige ich mich schon mal im Voraus für meine Stimme.“

Sie wirken, als tendierten Sie dazu, gleich mit entschuldigenden Erklärungen daherzukommen.

„Ich hätte Ihnen gerne Kopien der Statusberichte gemacht, aber leider hatte der Kopierer …“

Sie sind einfach nicht vorbereitet.

„Ich habe gerade erst von dieser Präsentation erfahren, daher hatte ich leider nicht viel Zeit für die Vorbereitung …“

Suchen Sie nicht nach Mitleid.

Stattdessen lenken Sie den Fokus von sich weg und beginnen mit einer Frage. Das veranlasst das Publikum dazu, über eine Antwort nachzudenken. Sorgen Sie allerdings dafür, dass die Frage spezifisch ist und nicht bloß eine einfache Ja- oder Nein-Antwort verlangt. Sie sollten zudem darauf achten, den Zuhörern nicht auf den Schlips zu treten oder eine negative Einstellung durchsickern zu lassen. Die Frage „Wie viele von Ihnen zählen schon die Minuten bis zur Mittagspause?“ ist kein anregender Einstieg.

3. „Kennen Sie schon den, wo Fritzchen …?“

Humor in einer Präsentation ist super, aber direkt mit einem Witz loszulegen, kann Sie auch gleich zu Beginn den Rückhalt einiger Zuhörer kosten. Ihr Publikum wird bemerken, wenn Sie Comedy dazu nutzen, die Tatsache zu verbergen, dass Sie nicht vernünftig vorbereitet sind. Wenn Sie mit einem kichernden Publikum in Ihren Vortrag starten wollen, verwenden Sie z. B. ein Bild, etwa einen Auszug aus einem Comic von einem Businessmagazin, der zu Ihrem Thema passt. Es wird die Stimmung aufhellen und Sie können hervorragend in Ihre Präsentation überleiten.

4. Mein Haus, mein Auto, mein Boot

Einige Redner glauben, es sei als Einstieg in Ihre Präsentation eine gute Idee, in hohen Tönen von sich selbst und Ihrem Unternehmen zu reden – da haben sie sich allerdings geirrt. Übermäßiges Eigenlob verprellt die Menschen eher. Das bedeutet nicht, dass Sie nicht auch Aufmerksamkeit auf sich selbst oder Ihren Erfolg lenken können. Eine kurze Anekdote Ihrer Erfahrungen preiszugeben, ermöglicht es dem Publikum, sich mit Ihnen auf einer persönlichen Ebene verbunden zu fühlen und zu identifizieren. Das könnte zum Beispiel so klingen: „Es fiel mir immer extrem schwer, vor Leuten zu sprechen, bis ich eines Tages …“ oder „Als ich begann, in diesem Bereich zu arbeiten, war das alles andere als einfach.“ Ihre Geschichte sollte inspirierend und nicht befremdend wirken.

5. Test, Test, 1, 2, 3!

Die mit Abstand schlechteste Art und Weise einen Vortrag zu beginnen, ist erstmal das Sound-Equipment zu prüfen oder sich mit sonstigen technischen Angelegenheiten auseinanderzusetzen. Sie wollen sich als Amateur outen? Dann klopfen Sie als erstes viel zu stark aufs Mikrofon und erkundigen sich bei Ihrem Publikum nach der Lautstärke. Überprüfen Sie Ihre technische Ausstattung, bevor Ihre Zuhörer ankommen. Erledigen Sie das nicht im Voraus, wirken Sie unprofessionell.

Bonus-Tipp

Wenn Sie vor Präsentationen unter großer Anspannung und Nervosität leiden und einen Moment brauchen, um Ihre Gedanken zu sortieren, starten Sie Ihre Präsentation mit einem kurzen Video – nicht länger als 30 Sekunden. Das Video muss für Ihr Thema relevant sein und eine gute Einleitung zu Ihrer Präsentation darstellen.

Wir hoffen, dieser Artikel wird Ihnen dabei helfen, sich für Ihre nächste Präsentation vorzubereiten. Bleiben Sie up-to-date bezüglich unserer weiteren Blog-Aktivitäten.

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