2. September 2014

Für Entrepreneure: So gründen Sie ein erfolgreiches Startup

Als Startups bezeichnet man Unternehmensgründungen auf der Basis von innovativen Geschäftsideen mit großem Wachstumspotenzial. Den Traum, das nächste Twitter, Skype oder Instagram zu entwickeln im Hinterkopf schießen Jahr für Jahr zahlreiche neue Startups aus dem Boden. Doch der Großteil der Gründungen scheitert, viele überstehen nicht einmal das erste Jahr. Dabei lassen sich viele Fehler ganz einfach vermeiden.

Von der Idee zum Businessplan – Worüber Sie sich im Vorfeld Gedanken machen sollten

Um bei Ihrer Gründung einem ähnlichen Schicksal zu entgehen, sollten Sie sich im Vorfeld Gedanken über Ihr Geschäftsmodell und die Rahmenbedingungen machen. Dabei bietet ein sorgfältig ausgearbeiteter Business Plan sowohl Ihnen selbst als auch potenziellen Investoren Überblick über die Chancen und Risiken der Gründung. Bei der Entwicklung Ihres Produkts sollten Sie die Marktsituation auf die potenzielle Nachfrage für Ihr Produkt überprüfen. Dabei ist die Blue Ocean Strategie eine bewährte Methode, um nach der richtigen Nische für Ihr Produkt zu suchen.

Nach Möglichkeit sollten Sie ein Startup nicht alleine, sondern im Team mit mindestens einem Partner gründen. Im Idealfall ergänzen Sie sich dabei in Ihren Kompetenzen. So sollten Sie sich als Informatiker möglichst einen Partner mit wirtschaftlichem Sachverstand suchen oder umgekehrt. Auch bei Ihren Mitarbeitern sollten Sie darauf achten, dass diese ein möglichst homogenes Team mit interdisziplinärem Fachwissen bilden.

Hinterfragen Sie zudem die Skalierbarkeit Ihres Geschäftsmodells. Funktioniert es mit zehn, 100 oder einer Million Kunden immer noch genauso gut oder gibt es irgendwann Probleme? Diese Frage kann später wichtig werden, wenn Sie mit Ihrem Startup etwa ins Ausland expandieren wollen. Zudem sollten Sie möglichst im Vorfeld die Frage nach der Finanzierung Ihres Startups klären.

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So schaffen Sie die finanzielle Grundlage für Ihren Startup-Erfolg

Jedes Startup muss sich früher oder später Gedanken über die Finanzierung machen. Laut dem „Startup Monitor“ betrug der Kapitalbedarf bei der Hälfte der deutschen Startups zum Gründungszeitpunkt 50.000€ oder mehr. Dabei gaben nur 19% der Startups Banken als wichtigen Finanzierungspartner an. Die am meisten verbreiteten Finanzierungsmethoden sind folgende:

  • Venture Kapital: Investoren erwerben Unternehmensanteile und damit auch ein Mitspracherecht bei zukünftigen Entscheidungen. Zudem bringen Venture Kapitalgeber Ihre Erfahrungen und wirtschaftliche Expertise in das Unternehmen ein. Da die Investition mit Risiken verbunden ist, fordern viele Kapitalgeber ein schnelles Wachstum des Unternehmens.
  • Bootstrapping: Als Bootstrapping wird eine Methode zur Finanzierung ohne Fremdkapital bezeichnet. Das Startup wird also aus dem eigenen Cashflow heraus finanziert. Diese Methode schafft zwar finanzielle Unabhängigkeit, erfordert jedoch auch effizientes wirtschaften mit den in der Regel knappen Ressourcen.
  • Business Angels: Hierbei handelt es sich um vermögende Unternehmer, die sich von der Investition in ein vielversprechendes Startup eine hohe Rendite versprechen. Zudem verfügen diese in der Regel über ein großes Kontaktnetzwerk, wirtschaftliches Know-how und oftmals über persönliche Erfahrungen mit eigenen Startups, die Sie in das Alltagsgeschäft miteinbringen.
  • Crowdfunding: Eine immer populärere Methode zur Finanzierung von Startups ist das sogenannte Crowdfunding. Der Grundgedanke ist dabei die Finanzierung durch eine möglichst große Masse von Einzelpersonen. Auf einer entsprechenden Plattform im Internet haben Sie die Möglichkeit die Idee hinter Ihrem Startup vorzustellen und den Finanzierungsbedarf festzulegen. Wird die vorher festgelegte Summe mit Hilfe der Einzelspenden erreicht erhalten Sie das Kapital und die Spender vorher festgelegte Gegenleistungen in materieller oder immaterieller Form.

Um bei potenziellen Kapitalgebern einen guten Eindruck zu hinterlassen, sollten Sie ein sorgfältig ausgearbeitetes Geschäftsmodell vorweisen können und beispielsweise in Form eines Business Model Canvas ansprechend präsentieren. Achten Sie stets darauf, potenziellen Investoren die Chancen und Risiken ehrlich aufzuzeigen und bleiben Sie in Ihren Prognosen realistisch.

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Gleichmäßiges Wachstum führt zum Erfolg

Laut dem Startup Genome Project, einer Untersuchung von 3.200 Startups, ist das sogenannte Premature Scaling der häufigste Grund für das Scheitern von Startups. Beim Premature Scaling wird das Wachstum künstlich angeschoben, ohne über die entsprechende Nachfrage oder ein fertiges Produkt zu verfügen. Das Resultat ist, das sich einzelne Bereiche des Startups schneller entwickeln als andere und dadurch Inkonsistenzen entstehen, die zu Ineffizienz führen. Widerstehen Sie also der Versuchung, das Wachstum Ihres Unternehmens künstlich beschleunigen zu wollen. Auf lange Sicht wird Ihr Startup von einem natürlichen Wachstum profitieren.

Bleiben Sie bei der Entwicklung Ihres Produkts flexibel und passen Sie Ihre Ideen an die Bedürfnisse der Kunden an, auch wenn Sie dabei liebgewonnene Ideen über Bord werfen müssen. Eine passende Methode, die sich in der Vergangenheit etabliert hat, nennt sich Lean Startup. Dabei wird nach dem Prinzip Build – Measure – Learn eine Geschäftsidee unter Marktbedingungen getestet und entsprechend dem Kundenfeedback angepasst. Eine solche Vorgehensweise lässt sich etwa mit einem Product Canvas planen und realisieren.

Scheitern als Chance – Warum Sie nach Misserfolgen nicht den Kopf in den Sand stecken sollten

Falls Sie trotz guter Vorbereitung mit Ihrem Startup scheitern sollten, ist dies nicht zwangsläufig ein Grund es nicht noch einmal mit einer neuen Idee zu versuchen. Gerade in den USA sieht man das Scheitern als Chance, es beim nächsten Mal besser zu machen, während in Deutschland das Scheitern weitaus negativer wahrgenommen wird.

In der Vergangenheit hat sich gezeigt, das Startups die sich flexibel an veränderte Marktbedingungen anpassen und auf die Hilfe von Mentoren und den Austausch mit anderen zurückgreifen erfolgreicher sind als solche die das nicht tun. Scheuen Sie daher also nicht den Austausch mit anderen Gründern. Denn warum sollten Sie Fehler, die andere bereits begangen haben wiederholen?

Nutzen Sie diese PowerPoint-Vorlagen für einen Kickstart in ein erfolgreiches Unternehmen:

www.presentationload.de/blue-ocean-strategie.html

www.presentationload.de/businessplan-vorlagen-1.html

www.presentationload.de/canvas-bundle.html

Bildquelle: © Gajus – Fotolia.com, © Maridav – Fotolia.com, © FotolEdhar – Fotolia.com
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  1. Ein sehr informativer Artikel mit ganz wichtigen Informationen. Insbesondere im Bereich der Finanzierung sollte man sich genau informieren, denn damit kann eigentlich erst alles beginnen. Ohne eine Finanzierung konnten schon so manche Projekte nicht gestartet werden.

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