27. November 2015

Mehr Lob – mehr Leistung

Im Arbeitsalltag richten viele von uns ihr Augenmerk darauf, was verbessert oder verändert werden muss. Das Loben und Wertschätzen guter Arbeit kommt dagegen meist zu kurz. Die Kraft des Lobes wird unterschätzt. Dabei könnten wir alle davon profitieren, wenn wir uns gegenseitig mehr Anerkennung zeigen würden.

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Studien-Ergebnisse

In einer aktuellen Studie von Joseph Folkman wurden 292 Führungskräfte zur Würdigung von Fähigkeiten und Leistungen Ihrer Angestellten befragt. Die Testergebnisse weisen starke Korrelationen mit den Studienergebnissen zur Arbeitsmoral der Angestellten auf. In Unternehmen mit Führungskräften, die ihre Beschäftigten wenig oder gar nicht loben, gibt es wesentlich mehr unmotivierte Mitarbeiter, die sogar eine Kündigung in Betracht ziehen. 10% der befragten Geschäftsführer hingegen geben an, dass sie ihren Angestellten viel Anerkennung entgegenbringen. In diesen Unternehmen weisen 77% der Mitarbeiter ein hohes Engagement auf, während lediglich 20% über einen Austritt nachdenken.

Zu ähnlichen Ergebnissen kommt die Gallup Organization, die bei ihren Studien mehr als vier Millionen Beschäftigte zu ihrer Motivation und der Anerkennung ihrer Arbeit befragt hat. Die Ergebnisse bestätigen, dass Angestellte, die viel Anerkennung erhalten, eine höhere Zufriedenheits- und Loyalitätsrate aufweisen als diejenigen, die selten oder nie positives Feedback bekommen.

Zu dem selben Ergebnis kam auch eine umfangreiche Studie im Rahmen des Bestsellers The Carrot Principle, bei der rund 200.000 Angestellte und Führungskräfte teilnahmen. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen lobender Rückmeldung der Führungsetage und der Arbeitsmotivation der Beschäftigten.

„Danke“ – ein zu selten verwendetes Wort

Forscher und Psychologen haben sich mit den Auswirkungen des Lobes lange Zeit intensiv beschäftigt. Ihnen zufolge machen sich ein stärkeres Selbstbewusstsein und das Aufkommen von Glücksgefühlen bei den Empfängern eines Lobes bemerkbar. Denken Sie nur selbst an das letzte Mal, als Ihnen jemand gesagt hat: „Sie leisten tolle Arbeit, ich danke Ihnen“. Hat sich das nicht gut angefühlt?

Lob sorgt für die Freisetzung des Neurotransmitters Dopamin (im Volksmund auch als „Glückshormon“ bekannt). Er wirkt intensiv auf das Belohnungs- und Glückssystem im Hirn und fördert außerdem innovatives Denken und kreative Problemlösungsfindung. Führungskräfte profitieren also von motivierteren Angestellten mit mehr Innovationskraft, wenn sie ihre Anerkennung für deren gute Arbeit durch Lob regelmäßig zum Ausdruck bringen.

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  1. Das Anerkennen von guter Leistung durch ein Lob ist mit Sicherheit ein besonders wichtiges Führungsinstrument. Dennoch sollte man beachten, dass auch beim Loben einiges falsch gemacht werden kann. So wirkt zum Beispiel übertriebenes Loben für Kleinigkeiten wie Spott und führt zu Misstrauen. Deswegen sollte ein Lob unter anderem immer konkret, zeitnah und vor allem persönlich weitergeben werden.

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