19. Januar 2017

Interview mit E-Learning-Berater Guido Hornig über PowerPoint und iSpring

Dipl.-Ing. Guido Hornig ist E-Learning-Berater und Spezialist für die Autorensoftware iSpring. Im Interview erklärt er, wie einfach sich E-Learning Module durch die Kombination von iSpring und Microsoft PowerPoint erstellen lassen, und welche Vorteile die beiden Programme hierbei bieten.

Dipl.-Ing. Guido Hornig

1. Dank iSpring wird PowerPoint zum Autorenwerkzeug. Wieso stützt sich die Software ausgerechnet auf PowerPoint?

Die meisten Autorentools haben auffällige Ähnlichkeiten mit PowerPoint. Aber kein anderes Tool im Bereich der Folienerstellung kann eine so große Zahl von Anwendern vorweisen wie PowerPoint. Vor über 10 Jahren hat iSpring den ersten PowerPoint Konverter auf den Markt gebracht. Die damaligen Kunden wollten animierte Folien auf die noch recht statischen Webseiten stellen – ohne die vielen Nachteile, die ein Video mit sich bringt.

Dieser Bedarf ist durch die modernen Anforderungen an E-Learning immer größer geworden. PowerPoint hat sich trotz aller Unkenrufe immer weiter verbreitet, ist besser als je zuvor und es ist nach wie vor auf fast jedem Desktop zu finden. Vor allem in Unternehmen, die E-Learning dringend brauchen und selbst machen wollen. Die Funktionalität ist sehr umfangreich und leistungsstark. Die grafischen Filter sind für Laien und Profis interessant – warum das Rad neu erfinden. iSpring macht dort weiter, wo PowerPoint aufhört, und ergänzt es um fehlende Funktionen wie Quizerstellung, Audio-Synchronisation mit Animationen, Simulation von Gesprächen sowie Ausgabe für Webseiten und Lernmanagementsysteme, aber auch konventionell für DVD und beim QuizMaker praktischerweise sogar im Papierformat.

2. Welche Voraussetzungen müssen für die Nutzung von iSpring erfüllt sein?

Mindestens Windows ab Windows XP (SP3), PowerPoint 2007 (SP3), IE 7 oder besser.
Ganz genau: http://www.ispringsolutions.com/ispring-suite/system-requirements

3. Was sind die bedeutendsten Funktionen von iSpring?

Wir haben iSpring kennengelernt, weil wir animierte Folien exakt zur PowerPoint-Animation vertonen bzw. die Animationen an der Tonspur ausrichten wollten. Mit iSpring macht das Spaß – mit PowerPoint gibt es keine vernünftige Vorgehensweise, die späteren Änderungen oder auch nur einer nachträglich hinzugefügten Folie standhält.

Dann haben wir gemerkt, wie einfach es ist, mit PowerPoint eine Art App für den mobilen Einsatz zu erzeugen. Für den User ist es wie eine App, aus Autorensicht ist es eine PowerPoint-Präsentation mit Quizfragen. Ein E-Learning-Blogger nennt es vermutlich „Rapid mobile E-Learning Nuggets“ oder so. Und ein App-Entwickler wird uns für PowerPoint-User halten. Zurecht. Und es funktioniert immer.

Mit der kostenlosen, „richtigen“ iSpring-App funktionieren die Quiz und Simulationen sogar offline tadellos und synchronisieren die Ergebnisse beim nächsten WLAN-Kontakt.
Vor zwei Jahren ging es los mit HTML5 und iSpring konnte fast sofort sämtliche PowerPoint-Übergänge und -Animationen als HTML5 ausgeben. Morph aus PPT2016 funktioniert auch schon. Diese erstaunliche Umwandlungsqualität freut mich jedes Mal wieder.

4. Welche sind die typischen Anwendungsgebiete für iSpring?

Unterweisungen online durchführen ist ein wichtiges Einsatzgebiet. Da können die Trainerinnen und Trainer die vorhandenen PowerPoint-Folien fast 1:1 nutzen.

Seminare und Trainings vor- und nachbereiten. Oft werden die Folien aus den Präsenztrainings mit Fotoprotokollen und Wiederholungsfragen angereichert und alle Teilnehmer bekommen eine wertvolle digitale Seminar-Nachbereitung.

Je professioneller die PowerPoint-Präsentationen sind, umso einfacher lassen sich die Inhalte anpassen und sind dank iSpring ganz schnell online – eben auch für Smartphone und Tablet.

Wer vorhat, viele Videos aus seinen PowerPoint-Präsentationen zu machen, der sollte sich überlegen, ob die Datenmenge und der Umwandlungsaufwand das rechtfertigt. iSpring geht hier einen besseren Weg – zwar kann es auch Videos aus den Folien erstellen, aber meistens geht es um Animationen und Texte. Auch wenn die sich bewegen, ist es noch kein Video. Selbst wenn die vortragende Person ab und zu als Video zu sehen sein soll, rechtfertigt das noch kein Videostreaming, wenn es doch viel einfacher geht. Videoanbieter werden mir widersprechen, aber ich finde, ein Video ist nicht interaktiv. Eine animierte Slideshow mit Quiz, Inhaltsverzeichnis, Suchfunktion und optionaler SCORM-Schnittstelle schon eher.

5. Was ist der Vorteil von iSpring gegenüber anderer E-Learning-Autorensoftware?

„Don’t make me think!“ Nennt Steve Krug sein Bestseller Buch über Web-Usability. iSpring bietet längst nicht so viele Möglichkeiten zur Navigationsgestaltung wie andere Tools. Es kann vieles nicht, aber dafür macht es, das was es kann, für Laien verfügbar – mit professionellem Ergebnis. Aus einer PowerPoint-Datei wird mit zwei Klicks ein Online-Lernmodul, das für jedes HTML5-fähige Endgerät eine optimierte Navigation dabei hat. Anpassung für SmartPhone? Tablet? Desktop? Schon fertig!

Sie finden immer eine Person, die PowerPoint kann, das ist fast schon genug, um E-Learning-Content zu erstellen. Und mit PowerPoint fangen Sie nie bei Null an (das zeigt ein Blick in den PresentationLoad-Shop), um nur ein Beispiel für den Geschwindigkeitsvorteil von iSpring zu nennen.

iSpring ist übrigens eine installierte Software  – der Nutzer hat also kein Abo, sondern eine unbefristete Lizenz mit Einmalzahlung. Das nennen meine Kunden auch oft als Vorteil. Aus Autorensicht ist ein iSpring-Modul schnell änderbar und jedes Element kann sofort ohne Wartezeiten getestet werden.

Nicht zuletzt hat iSpring für die Innovationsfreudigkeit und die Umsetzung in reale Autorentools den letzten Brandon Hall Award in Gold in der Kategorie „Autorentools“ erhalten. Und die Entwickler fangen gerade erst an, zu zeigen, was sie können.

6. Was zeichnet für Sie ein gutes E-Learning Modul aus? Was sollte es enthalten?

Ohne Zielgruppe und Zweck der Maßnahme zu kennen, lässt sich das nicht pauschal beantworten.
Wir achten darauf, dass die Lernenden sich nicht mit der Technik beschäftigen müssen – dafür müssen vom Autorentool aber hohe technische Anforderungen automatisch erfüllt werden (SCORM-Qualität, browsergerechte Komprimierung etc.).

Es muss auch Spaß machen, damit zu lernen – am besten, weil es schnell und ohne Umwege eine wichtige neue Fähigkeit vermittelt, die wirklich gebraucht wird.
Dazu gehört es, eine gute Story, die die „Warum-Frage“ klärt, zu zeigen. Es enthält außerdem möglichst nur die Informationen, die für das Erlernen der neuen Fähigkeit relevant sind. Und zu guter Letzt immer wieder durchdachtes, modernes Design: „Das Auge lernt bekanntlich mit“.

Vielen Dank für das Interview!

Guido Hornig wird zusammen mit uns vom 24. – 26. Januar auf der E-Learning Messe LEARNTEC in Karlsruhe am Stand B73 anzutreffen sein und kann Sie dort zum Erstellen von Lernmodulen mit iSpring und PowerPoint kompetent beraten.

Check out the PresentationLoad PowerPoint Shop

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.