Mood Boards
15. April 2014

Vision und Story: So nutzen Sie Moodboards für Präsentationen

Erinnern Sie sich noch daran, wie Sie in Ihrer Kindheit oder Jugend Collagen gebastelt haben? Ich zumindest weiß noch genau, wie stolz ich darauf war, kleine Bildchen von Popstars aus Zeitschriften auszuschneiden, auf einen dünnen Pappkarton im DIN A2-Format zu kleben und an die Wand über meinem Bett zu hängen. Es war nicht einfach nur ein Poster. Die Collage spiegelte viel mehr wieder: Zeitgeist, Liebe zur Musik und sogar Persönlichkeit.

Nach diesem Prinzip funktionieren auch Moodboards, in der Design- und Kommunikationsbranche hilfreiche Präsentationsmittel. Sie eignen sich hervorragend zum Ideensammeln und deshalb auch zum Erstellen einer Präsentation.

Moodboards sind ein Potpourri von dem, was uns gefällt. Gedanken, Ideen, Wünsche, Träume, Ziele – alles findet auf einer solchen Stimmungstafel Platz. Und das Beste daran ist: Bilder beeindrucken uns tausend Mal mehr als Worte.

Und eben diese Macht der Bilder können Sie sich vor und während dem Präsentieren zu Nutze machen.

Vor der Präsentation

Denken Sie an Storytelling. Wir alle mögen Geschichten. Sie fesseln, provozieren, machen nachdenklich, belustigen oder lassen uns staunen. Welche Wirkung eine Geschichte auch erzielt: In jedem Fall schafft sie Aufmerksamkeit. Und genau die wollen Sie für Ihren Vortrag.

Wir haben bereits darüber geschrieben, wie wichtig Storytelling für Präsentationen ist. Denn einfach Fakten aufzählen kann jeder. Der Vortrag wird schnell langweilig. Machen Sie es anders.

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Damit Recherche und Gestaltung Ihrer Story schnell in Fahrt kommen, können Sie die Stimmungstafel als Hilfestellung nutzen. Auf ihr sammeln Sie alles, was Ihnen im Internet oder in Zeitungen, Magazinen und (Fach-)Büchern ins Auge fällt. Gestalten Sie sich Ihr persönliches Moodboard entweder wie in der Kindheit auf Pappkarton oder im digitalen Format auf dem Tablet oder Computer.

Wichtig ist, dass Sie leicht auf das Board zugreifen können, neue Bilder darauf pinnen und Inspiration finden.

Sie werden schnell merken: Beim Sortieren der gesammelten Bilder und Grafiken ergibt sich ein Konzept für Storytelling. Betrachten Sie einfach Ihre Collage. Vielleicht ist es nur ein Bild, das Sie besonders fasziniert. Was steckt dahinter? Wie lässt es sich mit Ihrem Thema verknüpfen? Bringen Sie Dinge zusammen, die auf den ersten Blick nicht zusammen gehören. Die Lösung ergibt sich oftmals intuitiv.

Während der Präsentation

Normalerweise reicht eine Grafik pro Folie zur Verdeutlichung von Fakten aus. Doch wer die Grundregeln kennt und beherrscht, kann diese auch mal brechen.

Unser Tipp:

Erstellen Sie schon während der Vorbereitung Ihrer Präsentation ein Moodboard auf einer PowerPoint-Folie, indem Sie mehrere Bilder darauf platzieren. So können Sie später Ihr Publikum an Gedankenprozessen teilhaben lassen und selbst komplexere Zusammenhänge auf einen Blick illustrieren.

Übertreiben Sie es aber nicht. Vermeiden Sie Wuselbilder. Führen Sie Ihre Zuhörer. Stellen Sie Fragen, involvieren Sie. So hinterlassen Sie einen positiven Eindruck und überfordern nicht durch überfüllte Bilderfolien.

Titelbild: © Serg Nvns – Fotolia.com
Beitragsbild: PresentationLoad
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