22. Februar 2017

Warum sich der Wechsel von 4:3 auf 16:9 lohnt

Spätestens seit der PowerPoint-Version 2013 hat sich das 16:9-Breitbildformat für Präsentationen etabliert. In vielen Unternehmen kursieren aber immer noch Dateien mit Folien im Format 4:3. Wieso sich eine Umstellung auf 16:9 lohnt, zeigen wir Ihnen im Folgenden.

 

Was ist der Vorteil von 16:9 gegenüber 4:3?

Um es radikal, aber treffend zu formulieren: 4:3 ist out! Die Darstellung auf modernen Digitalgeräten ist heutzutage fast ausschließlich auf das Breitbildformat ausgelegt. Kein Wunder, kommt 16:9 doch dem menschlichen Sichtfeld viel mehr entgegen als das 4:3-Format. Machen Sie den Selbsttest: Fixieren Sie einen Punkt in der Ferne und achten Sie darauf, wie viel mehr Sie von den Seiten links und rechts des Objekts wahrnehmen und wie wenig Ihr Auge ober- und unterhalb des Punktes erfasst.

Im Kino hat man die Vorteile des Breitbildformats schon früh erkannt – die Leinwände sorgten beispielsweise in den 50er Jahren für eine spektakuläre Abwechslung zum 4:3-Format der heimischen Röhrenfernseher.

Ein weiterer großer Vorteil des Breitbildformats offenbart sich bei der Präsentationserstellung selbst. Sie haben auf Folien im 16:9-Format deutlich mehr Platz, um Ihre Inhalte ansprechend in Szene zu setzen. Vollgepackte 4:3-Folien mit unzähligen Bullet Points werden durch die Übertragung auf Breitbild-Folien „aufgelockert“. Außerdem haben viele Fotos und Bilder heutzutage eine so hohe Auflösung, dass sie ohne Qualitätsverlust beliebig zugeschnitten und für 16:9-Folien optimal angepasst werden können.

Beispiel 16:9-Format bei PowerPoint

16:9-Folien – auch auf der Leinwand kein Problem!

Hin und wieder argumentieren Nutzer, dass sie ihre Präsentation lieber im 4:3-Format erstellen, da sie unsicher sind, ob ihr Beamer das 16:9-Format wiedergibt. Diese Sorge ist unbegründet, denn nahezu alle neueren Beamer unterstützen das Breitbildformat. Auch die meisten Modelle, die bereits 10 Jahre oder noch älter sind, geben das 16:9-Format wieder – erfahrungsgemäß müssen nur entsprechende Einstellungen vorgenommen werden.

Aus Alt mach Neu

Wer sich, seine Idee oder sein Unternehmen modern und fortschrittlich präsentieren möchte, der sollte dies – um authentisch zu bleiben – auch auf seinen Folien widerspiegeln. Präsentationen im veralteten 4:3-Format offenbaren dem Publikum, dass der Präsentierende nicht am Zahn der Zeit ist. Lassen Sie sich hier nicht abhängen und gestalten Sie Ihre Folien im zeitgemäßen Präsentationsformat.

 

Sie nutzen regelmäßig eine wichtige Präsentation, die noch im 4:3-Format angelegt ist? Steigen Sie jetzt um – als erfahrene Präsentationsagentur unterstützen wir Sie dabei, Ihre Folien in das Breitbildformat zu transformieren.

Damit Sie zudem auch in Zukunft Ihre Folien schnell und unkompliziert im 16:9-Format erstellen, richten wir Ihnen gerne einen passenden PowerPoint-Folienmaster ein. Sprechen Sie uns einfach an.

Jetzt auf 16:9 umsteigen und zeitgemäß präsentieren!

 

Update 23.02.17

Aufgrund des Feedbacks zum Thema 16:9 und Drucken auf DIN A4 Querformat, zeigen wir Ihnen im Folgenden einen Tipp, mit dem Sie Ihre Druckeinstellungen für 16:9-Folien optimieren.

Die Größe für den Ausdruck kann bei den PowerPoint-Druckeinstellungen vergrößert werden, z. B. auf 110 % wie hier im Bild zu sehen ist. Da die meisten modernen Drucker fast bis zum Seitenrand drucken können (Normalerweise bis zu ca. 5-8 mm rechts und links nicht druckbarer Rand), können Sie die Folien im Ausdruck auch auf die komplette Seite einrichten. Das Ergebnis: Mehr Breite und weniger weißer Rand oben und unten. Wenn Sie jetzt noch die Seiten mit einer Ringbuchbindung oben zusammenbinden, dann ist der obere Bereich auch sinnvoll genutzt bzw. wird nochmals um ca. 1 cm reduziert. So wirkt der gesamte Ausdruck nicht mehr so klein und das DIN A4 Format ist gut ausgenutzt.

Übrigens:
Präsentationen im Format 4:3 eignen sich keineswegs besser zum Ausdruck als 16:9-Folien.

Beim Druck von 4:3 bleibt mit den Standard-Einstellungen genauso viel weißer Platz rechts und links frei wie beim Ausdruck von 16:9 oben und unten.

 

 

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Join the conversation! 8 Comments

  1. Hallo,
    Das ist doch mal ein guter Artikel zu dem Thema 16:9 Präsentationen. Habe mich auch gerade mit dem Thema beschäftigt und überlegt unsere Unternehmenspräsentationen in das Format umzustellen. Also auf jeden Fall eine Überlegung wert, ich bin immer davon ausgegangen, das es Probleme auf dem beamer oder ausdruck geben kann. Wir haben unser Druck-Dokumente immer mit Indesign erstellt, kann man PowerPoint auch gut in der Druckerei drucken lassen bzw. wie ist das hier mit der Qualität?

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    • Hallo Herr Deiner,
      danke für Ihr Feedback. Druckereien können PowerPoint-Folien in der Regel ohne Qualitätsverluste auf Papier bringen. Da uns viele Nachfragen zum Thema „Drucken und 16:9-Format“ erreichen, haben wir hierzu ein Update im Artikel ergänzt.

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  2. Schön geschrieben! Habe den Selbsttest gerade probiert und meinen Kalender an der Wand fixiert 😉 Das Auge konzentriert sich tatsächlich mehr auf die Breite, nicht auf Höhe und Tiefe.

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  3. Guter Artikel! Man sieht leider noch viel zu häufig Präsentationen mit 4:3 …

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  4. Wir nutzen ausschließlich 16:9, sieht schon modern aus, hat aber auch einen Nachteil: ausgedruckt (leider immer noch gängige Praxis in vielen Unternehmen) entstehen weiße Ränder. Und das Argument „mehr Platz“ stimmt auch nur bedingt: Wenn nämlich der Beamer die 16:9-Präsentation entsprechend kleiner darstellt (Ränder oben und unten), dann ist Netto weniger Platz da als vorher bzw. es ist eine größere Schrift erforderlich. Gleiches gilt für den Ausdruck.

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    • Hallo Herr Grieß,
      danke für Ihren Kommentar. Folien im 4:3-Format sind im Vergleich zu 16:9 nicht unbedingt besser „Druck-geeignet“, auch hier entstehen rechts und links weiße Ränder beim Ausdrucken. Generell sprechen Sie einen wichtigen Punkt an: Zum Druck von Arbeitsblättern/Handouts empfiehlt es sich meist, diese individuell zu erstellen und nicht einfach die Präsentation auszudrucken.

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  5. Interessanter Artikel, was allerdings ein Nachteil von 16:9 ist, sind Hand-Outs. Wenn ich z.B. drei Folien mit Notizfeldern ausdrucke, bleibt die verfügbare Breite für die Folien-Screenshots dieselbe. Dadurch sind diese deutlich verkleinert gegenüber 4:3 und ich kann nicht mehr viel erkennen. Haben Sie dazu eine Idee?

    Übrigens eine interessante sprachliche Schöpfung: „… dass der Präsentierende nicht am Zahn der Zeit ist“. Das habe ich so nie gelesen oder gehört ;-))

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    • Hallo Herr Raus,
      danke für Ihre Anmerkung. Hier muss man sich selbst die Frage stellen, was den entscheidenden Vorrang hat – die Präsentation am Bildschirm/auf der Leinwand oder der Ausdruck auf Papier? Da wir beim Medium PowerPoint vorrangig vom „Präsentieren“ ausgehen, ist das Format 16:9 ganz klar die erste Wahl. Für das Erstellen von Druck-Dokumenten empfiehlt sich ggf. der Umstieg auf andere Programme.

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