4. Oktober 2016

Wie Sie präsentieren, als wäre es Ihre Bestimmung – Teil 2

Wenn Sie auf der Bühne stehen, sind alle Augen auf Sie gerichtet. Neben Ihren Präsentationsinhalten sollten auch Sie selbst überzeugend auftreten und die nötigen Vorbereitungen im Präsentationsraum treffen. Wie das gelingt, erfahren Sie im Folgenden.

1. Überlassen Sie die erste Minute nicht dem Zufall

Die ganze Arbeit Ihres Vortrags lastet auf der ersten Minute Ihrer Präsentation. Das Publikum lernt Sie kennen, Sie lernen das Publikum kennen und wenn technische Schwierigkeiten auftreten, dann meistens ganz am Anfang. Richten Sie Ihr Hauptaugenmerk also auf diese erste Minute und machen Sie sich mit ihr vertraut, bis Sie beide beste Freunde sind.

2. Beginnen Sie stark …

Die besten Vorträge schaffen es, gleich zu Beginn die Aufmerksamkeit zu gewinnen, meist durch eines der folgenden Mittel: ein schlagkräftiges Zitat, eine persönliche Anekdote, eine beispielhafte Erzählung oder einen rhetorischen Knall, der die Zuhörer aufrüttelt. Sobald Sie die Bühne betreten, erklären Sie nicht nur, was Sie vorhaben. Starten Sie mit einem Einleitungssatz, der untermauert, warum die Leute vor Ihnen sitzen und warum es spannend wird.

3. … und enden Sie noch stärker

Das Ziel des Beginns ist es, die Aufmerksamkeit des Publikums für die Dauer des Vortrags zu gewinnen. Das Ziel des Schlusses ist es, den Zuhörern noch lange nach der Präsentation im Gedächtnis zu bleiben und sie zum Nachdenken anzuregen. Das bedeutet, dass das Ende Ihres Vortrags noch einprägsamer sein muss. Beispielsweise können Sie das Bild einer möglichen Zukunft ausmalen, eine bewegende Geschichte erzählen, einen wirksamen Call To Action anfügen oder mit einem erinnerungswerten Zitat schließen. Es muss nicht perfekt sein: Es muss nur hängen bleiben.

4. Bleiben Sie sichtbar

Es gibt zwei Verhaltensfallen, in die Sie tappen können, wenn Sie sich auf der Bühne befinden: dauerndes Auf- und Abgehen und sich hinter dem Podium verkriechen. Zu viel Hin- und Herbewegen lenkt das Publikum ab, während hinter-dem-Podium-Verstecken Unsicherheit ausstrahlt. Versuchen Sie ein Gleichgewicht zu finden zwischen einem freien Bewegen in der Mitte der Bühne und einem begrenzten Radius, so dass Ihr Publikum nicht die Köpfe zu sehr hin- und herdrehen muss, um Ihnen zu folgen.

5. Schauen Sie Ihr Publikum an

Die Wirkung von Augenkontakt ist nicht zu unterschätzen. Wenn Sie Ihre Zuhörer anschauen, vermittelt das nicht nur Sicherheit und Engagement, sondern Ihr Publikum fühlt sich auch angesprochen und einbezogen. Wählen Sie drei generelle Richtungen im Raum und versuchen Sie dann mit den Anwesenden entlang dieser drei Linien ungefähr zu gleichen Teilen kurzen, aber konzentrierten Blickkontakt aufzunehmen.

6. Achten Sie auf Ihre Gesten

Grundsätzlich sind Gesten eine natürliche Art, Engagement und emotionale Beteiligung in Bezug auf das Thema auszudrücken. Allerdings ist es empfehlenswert, auf aggressiv wirkende Bewegungen, wildes Umherwedeln und Gesten, die als anstößig gelten können, zu verzichten. Am besten verwenden Sie den Zeigefinger ausschließlich für das Navigieren vom Beifahrersitz, dann kann nichts mehr schief gehen.

7. Verwenden Sie Pausen wie ein Profi

Einige der sprachgewaltigsten Redner der Welt verwenden Pausen, um wichtige Stellen ihres Vortrags anzuzeigen oder die Aufmerksamkeit des Publikums zu gewinnen. Pausen lassen das Publikum darüber sinnieren, wo es sich befindet und warum es da ist. Selbst wenn Sie einen Moment brauchen, um Atem zu schöpfen oder Ihre Gedanken zu sortieren, trauen Sie sich ruhig, die Stille auszuhalten, statt sich zu entschuldigen oder die Unterbrechung mit „ähm“s zu füllen.

8. Vermeiden Sie zu viele „ähm“s

Fülllaute zu verwenden gehört zu unserer Sprechweise und fällt selten auf. Das Gehirn verschafft sich so eine Sprechpause, um den Gedanken zu vollenden oder die nächste Formulierung zu wählen. Zu viele „äh“s und „mmh“s lenken jedoch ab oder lassen den Redner unvorbereitet und nervös wirken. Gerade bei perfekt ausformulierten, auswendig gelernten Reden fallen Fülllaute negativ auf. Diese müssen aber nicht ganz eliminiert werden, sie sind ein Teil des natürlichen Sprechflusses. Orientieren Sie sich stattdessen an alltäglichen Sprechstilen wie beim Geschichten Erzählen oder Plaudern. Mit dem Vortragsinhalt sehr vertraut sein ist auch von Vorteil, weil der Kopf dann nicht zusätzliche Energie dafür verwenden muss, sich an den weiteren Verlauf des Themas zu erinnern.

Folgebeitrag: Weitere Tipps zu Ihrer Bühnenpräsenz und zur perfekten Präsentationsvorbereitung.

Im vorherigen Teil dieser Blogreihe lasen Sie, wie eine optimale Vorbereitung auf den Vortrag aussieht.

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