17. Juli 2013

Besser präsentieren: 10 Tipps zum Storytelling mit PowerPoint

Storytelling kennen Sie bisher nur aus Reportagen oder Zeitungen? Dabei ereignen sich gute Geschichten fast schon an jeder Straßenecke. Denn jeder Mensch hat eine Biografie, und täglich erleben wir Momente, von denen wir anderen erzählen können. Diese Momente gestalten sich spannend, traurig, lustig, peinlich, ärgerlich oder ganz anders – in jedem Falle jedoch immer unterhaltsam. Warum also nicht auch etwas Erzählenswertes in Ihre Präsentation mit einbinden?

Storytelling mit PowerPoint

In unseren Tipps für eine gute Präsentation lesen Sie immer wieder von der Wichtigkeit des Storytellings. Das mag für die meisten zunächst einleuchtend klingen, doch setzt man sich damit näher auseinander, stellt sich ganz schnell die Frage: Was genau ist mit Storytelling eigentlich gemeint, und wie kann ich meine PowerPoint-Präsentation durch das Einbinden von Stories, also Geschichten, aufwerten?

Mit diesen 10 Tipps erweitern Sie Ihre Kenntnisse und bringen Ihre Präsentationen ganz schnell auf ein neues Level.

  • Ist Ihre Geschichte relevant für Ihren Vortrag?
  • Aufbau einer guten Story: interessanter Anfang, fesselnder Mittelteil, einleuchtender Schluss
  • Verknüpfen Sie Ideen mit einer emotionalen Story
  • Greifen Sie aus dem Leben, erzählen Sie von bewegenden, involvierenden Momenten
  • Veranschaulichen Sie ein (bereits gelöstes) Problem, dessen Ursache und Lösungswege
  • Stellen Sie Dinge einander gegenüber und ziehen Sie Vergleiche
  • Gegensätze haben große Wirkung: z.B. Vorher/Nachher, Vergangenheit/Zukunft, Problem/Lösung
  • Listen und Tabellen geraten schnell in Vergessenheit. Geschichten bleiben in Erinnerung.
  • Je emotionaler die Geschichte, desto stärker der Erinnerungsfaktor
  • Bekräftigen Sie Ihre Geschichte mit ausdrucksstarken Grafiken

Eine Geschichte ist für Ihr Publikum erst dann von Wert, wenn sie zu Ihrem Vortragsthema passt. Planen Sie daher früh genug Zeit ein für das Sammeln von geeigneten Stories. Erleben Sie Ihren Alltag aufmerksam. Alles, was von Relevanz ist, sollten Sie zunächst sammeln und anschließend auswerten, z.B. Zeitungsartikel, Nachrichten, eigene Erlebnisse sowie Erfolge Ihres Unternehmens/Produkts. Anfänger im Storytelling könnten sich mit der Geschichte des eigenen Unternehmens näher beschäftigen: Wo gab es in der Vergangenheit Probleme? Wie konnten sie gelöst werden? Dies ist ein guter Ansatz, um Geschichten zu finden. Es erfordert anfangs sicher Zeit, aber man kommt in Übung, je aufmerksamer man Geschichten sammelt.

Was macht eine gute Story aus? Nehmen Sie sich Dokumentationen oder Reportagen als Vorbild: Mit einem interessanten Einstieg wecken Sie das Interesse des Publikums. Der Mittelteil sollte jedoch nicht minder stark sein und die Zuhörer fesseln. Der Schluss bringt die Kernaussage klar auf den Punkt und lässt Ihre Story bestenfalls in Erinnerung bleiben.

Zusätzlich zu einem gut strukturierten Aufbau sind Ideen die zweite wichtige Säule für ein erfolgreiches Storytelling. Entwickeln Sie Ideen und verknüpfen Sie diese mit Emotionen, am besten mit der Leidenschaft zu Ihrem Vortragsthema, denn wer als Referent selbst emotional involviert ist, hat eine gewinnende Ausstrahlung sowie Überzeugungskraft.

© Stauke – Fotolia.com

Zählen Sie nie einfach nur Ereignisse auf. Ihre Stimmlage könnte monoton und einschläfernd wirken. Bleiben Sie daher lieber natürlich, und involvieren Sie Ihr Publikum. Greifen Sie direkt aus dem Leben, erzählen Sie von bewegenden Momenten, beispielsweise von kleinen Erfolgen oder unterhaltsamen, aber lehrreichen Anekdoten.

Eine weitere Erzähltechnik besteht darin, über die erfolgreiche Behebung eines Problems zu sprechen. Stellen Sie also ein themenrelevantes Problem vor, und beschreiben Sie, welche Ursachen und Konflikte es dazu gab. Der Höhepunkt sollte anschließend die Lösung des Problems sein. So vermitteln Sie dem Auditorium eine Erfolgsstory, die in Erinnerung bleibt.

Ziehen Sie außerdem Vergleiche. Gegensätze wie Vorher/Nachher oder Vergangenheit/Zukunft haben eine große Wirkung, da sie Sachverhalte leicht verständlich vermitteln. Durch die Gegenüberstellung von Gegensätzen können Sie Entwicklungen und Erfolge besonders einprägend darstellen und auf unübersichtliche Tabellen und Listen verzichten. Diese bleiben nachweislich nicht in Erinnerung, da man mit ihnen keine Emotionen verknüpft.

Deshalb gilt: Je mehr Emotionen Sie mit dem Storytelling hervorrufen, desto mehr bleibt anschließend bei den Zuhörern in Erinnerung. Das heißt jedoch nicht, dass Sie übertreiben müssen bis hin zur Melodramatik. Erzählen Sie Ihre Geschichte daher am besten so, als sprächen Sie mit einem Nachbarn oder Kollegen.

Ein Bild sagt mehr als tausend Worte: Benutzen Sie Grafiken zur Untermalung Ihrer Story. Diese sollten auf der PowerPoint-Folie so groß wie möglich präsentiert werden und so wenig Text wie möglich beinhalten. Die Grafik muss natürlich zu Ihrer Geschichte passen. Das kann ein Foto sein, aber auch ein Zitat, eine Zeichnung oder eine Animation. Geben Sie stets die Quelle an, falls Sie nicht der Urheber sind.

Beitragsbild: © kantver – Fotolia.com
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