Design Thinking Problemlösungen
11. September 2018

Design Thinking: Problemlösung mal anders

Das Ziel der Design Thinking-Methode ist das kreative Lösen von Problemen und die Entwicklung neuer und innovativer Ideen. Die von den Amerikanern David Kelley, Terry Winograd und Larry Leifer entwickelte Methode ist primär für interdisziplinäre Teams gedacht und soll die Arbeit aller Beteiligten erleichtern. Hierfür werden verschiedene Erfahrungen, Meinungen und Perspektiven zu einer Problemstellung gesammelt und zusammengebracht, um eine Strategie für Veränderung und Verbesserung zu entwickeln.

Design Thinking wird bereits von vielen internationalen Unternehmen, wie Porsche, VW oder Siemens, erfolgreich eingesetzt. Die Methode soll den höchstmöglichen Nutzen für den Kunden gewährleisten, was bedeutet, dass die Kundenwünsche und -bedürfnisse im Vordergrund stehen.
Das zuständige Team, der Raum und der Prozess werden als gleichwertige Elemente miteinbezogen, um neue Möglichkeiten und unkonventionelle Lösungsansätze zu finden.

Wie funktioniert Design-Thinking?

Die Grundannahme der drei Entwickler ist, dass Probleme dann besser gelöst werden können, wenn Menschen aus verschiedenen Disziplinen in einem kreativen und offenen Umfeld zusammenarbeiten, gemeinsam Fragestellungen entwerfen und dabei stets die Bedürfnisse und Motivationen der Zielgruppe berücksichtigen. Für diesen Prozess sind Neugierde und kreative Offenheit Voraussetzung.

Phase 1: Problem verstehen

Zuerst gilt es, das Problem von allen Seiten zu betrachten und alle möglichen Perspektiven zu verstehen. Notwendig hierfür ist gute Recherchearbeit, da nur so garantiert werden kann, dass das Problem tatsächlich verstanden worden ist. Die Sammlung aller relevanten Materialien und Dokumente ist zeitintensiv, aber essenziell für die weiteren Schritte. Die beteiligten Teammitglieder sollen zu Experten werden und den (oft nicht offensichtlichen) Kern des Problems erfassen.

Phase 2: Beobachten

Im zweiten Schritt befasst sich das Team mit der Zielgruppe und baut Empathie für den Kunden auf. Das erfolgt durch die Beobachtung und Befragung von für die Problemstellung relevanten Personen in ihrem jeweiligen Umfeld (diese Personen müssen nicht zwangsläufig der Zielgruppe angehören). Es ist wichtig, sich nicht von Annahmen und Vorurteilen geistig einzuschränken zu lassen und dadurch entscheidende Informationen zu übersehen. Phase 2 sollte nicht nur theoretisch erfolgen, das Team sollte die Büroräume verlassen und den Lebensalltag der relevanten Gruppen vor Ort miterleben.

Phase 3: Synthese

In Phase drei werden alle gesammelten Informationen, Daten, Materialien, Einsichten und Ergebnisse zusammengefügt und visualisiert. Es ist wichtig, dass alle Teammitglieder Zugang zu allen Informationen haben und dass ein echter Austausch stattfindet.

Phase 4: Ideengenerierung

Nun beginnt die aktive Suche nach Lösungen und neuen Ideen, mit dem Ziel, möglichst viele Lösungsansätze zu generieren. Der Fokus auf die Kundeninteressen während der Lösungssuche steigert die Effizienz und Produktivität der Gruppe, die neuen Ideen werden vorerst noch nicht bewertet, sondern nur gesammelt. Abschließend folgt die Strukturierung und Filterung aller Ideen mithilfe der vier Kriterien: Anziehungskraft, Umsetzbarkeit, Wirtschaftlichkeit und größtmöglichem Kundennutzen.

Phase 5: Prototypen entwickeln

Zur Entwicklung konkreter Lösungen und zur Beantwortung bestimmter Fragen werden in Phase fünf Prototypen entwickelt. Auf Basis dieser Prototypen können Ideen ausprobiert und bewertet werden.

Phase 6: Prototypen testen

Die zuvor entwickelten Prototypen durchlaufen immer wieder weitere Test- und Feedbackschleifen. Durch das Feedback der Zielgruppe entstehen weitere Ansatzpunkte für Verbesserungen oder alternative Prototypen.

Design Thinking ist also zusammengefasst eine Methode, die Menschen dabei hilft, Problemstellungen zu artikulieren und Lösungen (in Form von Produkten, Dienstleistungen und dergleichen) zu generieren. Sie hilft dabei, unbewusste Grenzen zu überwinden und über den Tellerrand hinaus zu blicken. So entstehen neuartige und kreative Ansätze.

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