14. März 2018

Leerräume in Präsentationen – Warum weniger Inhalt oft mehr sein kann

Wer eine Präsentation gestaltet steht ganz oft vor einem typischen Problem: Viele Inhalte sollen auf eine Folie, eine ganze Menge will gesagt werden, doch der Platz wird schnell zu knapp. Heraus kommen dabei oftmals überladen wirkende Folien, auf denen die Elemente dicht an dicht stehen. Im folgenden Artikel zeigen wir Ihnen wie Sie mit dem richtigen Einsatz von Leerräumen mehr aus Ihren Präsentationen machen.

Die Tendenz zu minimalistischen Designs zeigt sich nicht nur bei Benutzeroberflächen in der Softwareentwicklung immer deutlicher, auch bei Präsentationen setzt sich dieser Trend immer mehr durch. Eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen bei der Gestaltung Leerräume, oft auch nach dem englischen Begriff „White Space“ genannt. Auch wenn die Räume keine Information tragen, so erfüllen sie doch eine wichtige Funktion: Durch die Gegenüberstellung mit Leerräumen fällt es dem Rezipienten leichter die wesentlichen, informationstragenden Elemente wahrzunehmen.

Die Vorteile von Leerräumen im Überblick:

  • Ihr Publikum ist nicht abgelenkt durch ein Übermaß an visuellen Elementen
  • Texte sind einfacher lesbar und können schneller erfasst werden
  • Der Blick der Zuseher wird auf die Inhalte der Folie gelenkt
  • Der Fokus wird ganz natürlich auf den Vortragenden und die Kernbotschaft gerichtet
  • Kombinationen unterschiedlicher Elemente funktionieren besser, wenn sie in einen freien Raum gesetzt werden
  • Das Design Ihrer Folien wirkt zeitgemäß, ansprechend und professionell

 

Die Herausforderung liegt oft in der Reduktion auf das Wesentliche. Dabei helfen die nachstehenden Fragen, die Sie sich bei der Erstellung einer Folie immer wieder stellen sollten:

  • Ist alles, was gerade auf der Folie zu sehen ist, tatsächlich auch notwendig? Dies gilt vordergründig natürlich für den Text: Formulieren Sie kurze Sätze, verwenden Sie Stichwortlisten, einzelne Begriffe oder Begriffsgruppen. Bei der visuellen Gestaltung sollten Sie auf unnötige Effekte verzichten, wie etwa den übermäßigen Einsatz von Schatten. Auch die Anzahl der Bilder sollte sich auf wenige, schlichte Grafiken reduzieren, die auf eine möglichst klare Bildsprache zurückgreifen.
  • Kann das Gesagte auf entweder einen Text oder eine Grafik reduziert werden? Im Idealfall lässt sich die zu vermittelnde Information in einigen Worten oder mit einer einzigen Infografik transportieren. Vermeiden Sie es Grafiken einzusetzen, die zu sehr von textuellen Beschreibungen abhängig sind, um zu funktionieren. Setzen Sie stattdessen auf eine rein textuelle Beschreibung oder teilen Sie den Informationsgehalt auf mehrere Grafiken auf.
  • Wie viele Gedanken sind auf der Folie abgebildet? Eine Folie sollte sich möglichst auf einen einzigen Gedanken beschränken. Denken Sie dabei vor allem an die Situation bei der tatsächlichen Präsentation: Ihr Publikum hat Ihren Ausführungen zu folgen und soll durch die Folie visuell unterstützt werden. Viele Inhalte auf einer Folie erschweren diesen Prozess, weil die Versuchung entsprechend groß ist, gedanklich zwischen den Inhalten zu „springen“.
  • Sind die Inhalte auf der Folie wesentlich dafür, um effektiv präsentieren zu können? Eine Präsentation soll Ihren Vortrag begleiten, nicht ersetzen. Behalten Sie stets im Hinterkopf, was Sie an der betreffenden Stelle im Vortrag sagen werden. Hilft Ihnen die Darstellung eindeutig, so hat sie ihren Platz. Sind Sie unsicher, dann lassen Sie die Inhalte besser weg.
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