14. Januar 2019

Minimalistische vs. umfangreiche Präsentationsfolien

Viele erfahrene Präsentatoren empfehlen, Folien in Präsentationen möglichst einfach und übersichtlich zu halten: Überladende Folien lenken vom Thema ab und verwirren das Publikum nur. Was Managern wie Steve Jobs, einem der wohl bekanntesten Vertreter minimalistischer Präsentationen, wichtig ist, ist vor allem eines: Klarheit. Einzelne Bilder, kombiniert mit einem oder zwei Wörtern – wenn überhaupt – sollten im Idealfall ausreichen, um die Kernaussage einer Folie zu vermitteln.

Minimalistische Folien bieten tatsächlich einige Vorteile:

  • Den Zusehern fällt es leichter, den Überblick zu behalten und sie können sich nicht in den Folien verlieren.
  • Das Publikum ist gezwungen, zuzuhören, da die Informationen nicht auf der Folie zu finden sind.
  • Minimalistische Folien erlauben außerdem eine dynamischere Präsentationgestaltung. Durch die wenigen Informationen pro Folie ist eine schnellere Abfolge möglich, was für das Aufrechterhalten der Aufmerksamkeit der Zuseher hilfreich ist und es eher erlaubt, einen Spannungsbogen zu entwickeln.

Was also spricht gegen ultraminimalistische Folien? Wieso verzichten wir nicht komplett darauf? Tatsächlich erfüllen Folien mehrere Funktionen:

  • Visuell aufgenommene Informationen (Text, Bilder, Grafiken) prägen sich stärker ein als Gehörtes. Sie dienen als Gedächtnisstütze und helfen dabei, bleibende Erinnerungen zu schaffen und Inhalte zu verdeutlichen.
  • Die Präsentation kann geteilt und für sich gelesen werden (z. B. als Handout). Das hilft dem Publikum dabei, sich vorzubereiten oder Inhalte später nachzuschlagen.

Um die Vorteile beider Varianten nutzen zu können, empfiehlt es sich daher, zwei Foliensätze zu erstellen. Der erste Foliensatz (auch „Deck“ genannt) enthält minimalistische Folien und wird für die Präsentation an sich verwendet: So konzentriert sich das Publikum auf den Vortrag und nimmt wesentliche Schlüsselbegriffe viel eher mit. Das zweite Deck enthält mehr Text und weiterführende Informationen und wird nach der Präsentation an die Zuseher verteilt: Es dient als Nachschlagewerk und Grundlage für weitere Diskussionen.

Da die minimalistischen Folien einfach um den zusätzlichen Text erweitert werden können, bleibt der Mehraufwand begrenzt und man hat das Beste beider Welten.

Probieren Sie diese Herangehensweise bei Ihrer nächsten Präsentation aus und überzeugen Sie sich selbst von der Wirksamkeit dieser Methode!

 

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