22. August 2019

10 Diagrammtypen – Welcher ist für meine Zahlen der Richtige?

Die Vorstellung von Daten gehört zu den häufigsten Inhalten von Präsentationen. Vortragende sehen sich hierbei immer wieder mit der Aufgabe konfrontiert, ihre Daten so zu präsentieren, dass die Aufmerksamkeit des Zuhörers auf die wesentlichen Aussagen gelenkt wird.

Wer nur nichtaufbereitete Datenreihen an eine Wand projiziert, wird das Interesse seines Publikums zwangsläufig verlieren. Der Zuschauer wird unbewusst sofort damit beginnen, sich in der gezeigten Datenreihe zu orientieren und sie zu interpretieren, was einen Großteil seiner Konzentration bindet.

Storytelling & Datenvisualisierung

Der Vortragende sollte sich darauf fokussieren, mit seinen Daten eine Geschichte zu erzählen. Storytelling ist eines der effizientesten Mittel, um eine Verbindung zum Publikum herzustellen und dessen Aufmerksamkeit zu binden.

Die Herausforderung ist dabei, komplexe und trockene Zahlen so in die Erzählung zu integrieren, dass das Publikum der Argumentation folgen kann. Der Schlüssel zum Erfolg ist die Kommunikation über gezielte Datenvisualisierungen.

Die bekannteste und beliebteste Form der Datenvisualisierung ist das Diagramm. Die Verwendung von Diagrammen in PowerPoint-Präsentation bietet sich schon aufgrund der praktischen Verknüpfung von PowerPoint mit Excel-Funktionen an.

Hierbei gilt es sich jedoch immer bewusst zu machen, welche Aussage mit den präsentierten Daten vermittelt werden soll und um welche Art von Daten es sich handelt. Nicht jedes Diagramm ist für jeden Datensatz geeignet.

  • Handelt es sich um relative oder absolute Zahlen?
  • Wie viele Dimensionen möchte ich darstellen?
  • Präsentiere ich Zusammensetzungen oder Entwicklungen?

Dies sind nur einige Beispiele für die Fragen, die Sie sich vor der Wahl des Diagrammes für Ihre Präsentation stellen sollten.

Die 10 wichtigsten Diagrammtypen in PowerPoint

Wir haben die bekanntesten Diagrammtypen mit ihren Vorzügen, Einsatzmöglichkeiten und Grenzen für Sie zusammengefasst.

1. Säulendiagramm

Das Säulendiagramm ist die am häufigsten verwendete und einfachste Diagrammart. Seine Stärken sind das Abbilden von Schwankungen innerhalb eines Zeitraums oder der Vergleich verschiedener Untersuchungsgegenstände.

Beispiel: Einnahmen verschiedener Abteilungen pro Jahr

2. Balkendiagramm

Das Balkendiagramm ist nichts anderes, als ein gedrehtes Säulendiagramm. Der große Vorteil dieses Diagramms ist, dass durch die Waagrechte Anordnung der Säulen lange Beschriftungen, wie zum Beispiel Fragestellungen bei Umfragen, verwendet werden können. Dieser Diagrammtyp eignet sich hervorragend um Rankings darzustellen.

3. Additives Diagramm

Das Additive Diagramm kann die einzelnen Anteile eines zusammengesetzten Ganzen darstellen. Wenn die Zusammensetzung einer Sache in verschiedenen Zeiträumen oder mit einer anderen Zusammensetzung verglichen werden soll, ist dies der richtige Diagrammtyp.

Beispiel: Zusammensetzung der Kostenanteile über einen Zeitraum

4. Kurvendiagramm

Der Vergleich und die Darstellung zeitlicher Verläufe ist die Aufgabe des Kurvendiagramms. Die übereinander liegenden Graphen können direkt verglichen werden. Entwicklungen und Trends lassen sich so einfach visualisieren.

Beispiel: Aktienkurse

5. Flächendiagramm

Das Flächendiagramm ist eine abgewandelte Form des Kurvendiagramms. Die Fläche zwischen zwei Graphen bzw. zwischen dem Graphen und der X-Achse ist bei diesem Diagramm farblich markiert. Auf diese Weise lässt sich der relative Bezug zweier Größen grafisch hervorheben. Diese Darstellung eignet sich außerdem besonders gut, um operative und strategische Lücken zu visualisieren.

Beispiel: Gap-Analyse

6. Kreisdiagramm

Kreis- und Ringdiagramme stellen Zusammensetzungen einer Gesamtmenge als Tortenstücke dar. Die große Stärke dieser Darstellungsform ist die Visualisierung relativer Anteile. Zeitliche Abläufe lassen sich hingegen nicht mit Kreisdiagrammen darstellen.

7. Verbunddiagramm

Verbunddiagramme sind eine Kombination aus zwei verschiedenen Diagrammtypen. Es eignet sich hervorragend dafür, den Zusammenhang zweier Datenreihen mit unterschiedlicher Größenordnung zu präsentieren. Die häufigste Variante ist die Kombination aus Balken- und Kurvendiagrammen.

Beispiel: Umsätze (in Mio.) und Mitarbeiterzahl (bis 100)

8. Netzdiagramm

Das Netzdiagramm wird auch als Stern- oder Radardiagramm bezeichnet. Es eignet sich besonders gut, um die Entwicklung beziehungsweise die Ausprägung von im Vorfeld festgelegten Kriterien darzustellen. Jede Kategorie hat eine eigene Achse, deren Nullpunkt im Zentrum liegt.

Beispiel: Vergleich zweier Unternehmen hinsichtlich vordefinierter Kriterien (u. a. Benchmarking)

9. Portfoliodiagramm

Das Portfolio- oder Blasendiagramm zeichnet sich durch seine drei Dimensionen aus. Die X- und Y-Achse stellen die Ausprägung einer Sache hinsichtlich der für diese Achse definierten Messgröße dar. Auf diese Weise ergibt sich eine genaue Position der Kugel innerhalb des Koordinatensystems. Zusätzlich bildet die Größe der Kugel eine Dritte Dimension.

Beispiel: BCG-Matrix (Darstellung von Marktwachstum, relativem Marktanteil und Umsatz)

10. Wasserfalldiagramm

Das Wasserfalldiagramm ist eine besondere Form des Säulendiagramms. Es zeigt einen Anfangswert, der durch weitere Werte erhöht oder verringert wird. Anschließend wird der Endwert abgebildet.

Beispiel: Gesamtkosten in Einzelkosten aufgeteilt

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