PowerPoint Morph
9. Juli 2020

PowerPoint Morph – Die Anleitung

PowerPoint Morph ist ein Begriff, der als Abkürzung für Morphen genutzt wird. Morphen bedeutet, etwas nahtlos in eine andere Form oder Gestalt zu verwandeln. Das kann ein Bild, eine Grafik oder eine Form sein. Microsoft PowerPoint bietet dazu die Funktion Morphen in neueren Programmversionen an.

Sie möchten mehr darüber wissen? Dann sind Sie bei uns genau richtig. Wir bieten Ihnen nachfolgend mehr Informationen zum Morph-Effekt in PowerPoint und erklären, welche Vorteile Ihnen die Funktion bietet. Darüber hinaus geben wir Ihnen eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die Ihnen dabei helfen soll, mit der neuen Funktion zurechtzukommen.


PowerPoint Morph – was ist das?

Der Morph-Effekt ist für moderne PowerPoint-Versionen verfügbar und soll eine Antwort auf den Magic-Move-Folienübergang von Keynote sein. Mit dem PowerPoint-Morph-Effekt können Veränderungen zwischen Folien animiert werden. Die Bewegung von Objekten von einer Folie zur Nächsten wird von PowerPoint berechnet und die Objekte werden entsprechend verändert. Sie können mithilfe der Funktion in PowerPoint Animationen erzeugen, ohne dass dafür Programmierkenntnisse oder tiefgreifende Computerkenntnisse notwendig wären. Auf den Seiten von Microsoft finden Sie Beispiele für entsprechende Animationen. Nachfolgend werden wir mit einer Schritt-für-Schritt-Anleitung ebenfalls Hilfestellung leisten.


In welchen PowerPoint Versionen ist das Feature enthalten?

Sie können mit PowerPoint in der Office-365-Abonnenten-Version die Morph-Funktion nutzen. Neben den Office-365-Abonnenten können auch PowerPoint-2019-Nutzer und PowerPoint-Web-Nutzer von der Morph-Funktion profitieren. Sie können Animationen mit Objekten oder auch Texten erstellen und, ganz nach Ihrem Wunsch, nahtlos eine Präsentationsseite in die Nächste verwandeln. Die Berechnungen, die zur Erstellung der gewünschten Animation notwendig sind, werden von PowerPoint durchgeführt. Die Morph-Funktion bietet dem Präsentationsersteller eine Zeitersparnis. Es ist kaum manuelle Arbeit notwendig. Nachfolgend werden weitere Versionen genannt, mit denen der Morph-Effekt kompatibel ist.

 


PowerPoint Morph Animation – Anforderungen und Möglichkeiten

Das Morphen bietet in verschiedenen PowerPoint-Versionen unterschiedliche Möglichkeiten. Nachfolgend sind diese Möglichkeiten stichpunktartig für Sie zusammengefasst.

Erstellen und Wiedergeben von Morph-Effekten ist in folgenden Programmen möglich:

  • PowerPoint Office 365 (Version 1511 und höher)
  • PowerPoint Office 365 Mac (Version 15.19 und höher)
  • PowerPoint für das Web
  • PowerPoint 2019
  • PowerPoint 2019 für Mac

Die Wiedergabe von Morph-Übergängen ist mit folgenden Programmen möglich:

  • PowerPoint 2016 (Klick-und-Los-Installation) Version 1511 (Build 16.0.4358.1000) und höher
  • PowerPoint 2016 (Microsoft-Installer) Build 16.0.4358.1000 und neuer (Office-Update-Installation)

Erstellen und Wiedergeben von Morph-Übergängen in mobilen Apps:

  • PowerPoint für Android
  • PowerPoint für iOS
  • PowerPoint Mobile für Windows

Das Erstellen von Morph-Übergängen ist in mobilen Apps nur mit einem 365-Abonnement von Microsoft möglich.

Ein Verblassen-Übergang wird anstatt eines Morph-Übergangs bei folgenden Anwendungen gezeigt:

  • PowerPoint 2007
  • PowerPoint 2010
  • PowerPoint 2013
  • PowerPoint 2011 für Mac
  • PowerPoint 2016 für Mac

Sie möchten PowerPoint-Morph-Effekte mit PowerPoint 2016 wiedergeben? Dann müssen mindestens folgende Office-Updates installiert sein:

  • KB3114971
  • KB3114961
  • KB3114958
  • KB3114859
  • KB3114535

Wozu wird die PowerPoint-Morph-Animation benötigt?

PowerPoint wird in vielen geschäftlichen sowie wissenschaftlichen Bereichen genutzt, um aussagekräftige Vorträge zu erstellen. Während Animationen zunächst als belanglos erscheinen, können sie in einer Präsentation dennoch einen Unterschied ausmachen. Der rote Faden sollte mit oder ohne Animation in einer Präsentation vorhanden sein. Wenn die Animation zur Präsentation inhaltlich passt, dann kann der Morph-Effekt das Verständnis für den Präsentationsinhalt erleichtern. Kurzum: die Präsentation wird anschaulicher und kann den Inhalt effektiv auf den Punkt bringen.

Animationen in PowerPoint zu erstellen war bei älteren Programmversionen aufwendig. Es mussten zahlreiche Einzelanimationen erstellt werden, die ineinandergreifen, um eine Animation in der Präsentation zu erzeugen. Die manuelle Arbeit kann durch den Morph-Effekt erheblich erleichtert werden. Morph ermöglicht es, Animationen mit einem Klick zu erstellen, wenn der Ausgangszustand der Animation und der Endzustand der Animation in PowerPoint angegeben wurden. Das Programm berechnet die Bewegungen selbstständig. Die Nutzung des Morph-Effekts und das Erstellen einer Animation ist auch für Menschen ohne große Computer- und Programmiererfahrung möglich.

Sie können die Funktion Morphen in PowerPoint einsetzen, um Animationen als Übergangseffekte zu erstellen, auch wenn Sie keine Kenntnisse in dem Bereich besitzen. Die Präsentationen wirken, dank des Effektes, dynamischer und Sie können die Aufmerksamkeit der Präsentationsteilnehmer gezielt lenken. Durch die Morph-Funktion erscheinen Animationen fast wie Videofilme. Um die Funktion in PowerPoint nutzen zu können, sind neuere PowerPoint-Versionen notwendig. Die PPT-Funktion ist nicht abwärtskompatibel.

 


Wie viele PPT-Folien werden benötigt?

Wenn Sie die Morph-Funktion nutzen möchten, benötigen Sie zwei Folien. Die erste Folie sollte die notwendigen Elemente, aus denen die Animation erstellt werden soll, enthalten. Die zweite Folie muss ein Objekt aus der vorherigen Folie aufweisen. Es muss mindestens ein Objekt aus der vorherigen Folie als gemeinsamer Angelpunkt vorhanden sein. Mehrere Objekte sind auch möglich. Um das Morphen besser zu verstehen, werden nachfolgend einfache Formen animiert. Beispielsweise kann aus einem Rechteck mit Hilfe des Morph-Effektes ein Quadrat werden.


Schritt-für-Schritt zum Morph-Effekt

Über das Start-Register muss zunächst eine leere Folie ausgewählt werden. In der Gruppe „Folien“ sollte das Symbol „Neue Folie“ ausgewählt werden, um eine leere Folie einzufügen.

Damit eine Form, wie beispielsweise ein Rechteck, in die leere Folie eingefügt werden kann, muss in der Gruppe „Zeichnung“ das Rechteck in „vordefinierte Formen“ ausgewählt werden. Um einen gut erkennbaren Effekt zu erzielen, sollte das Rechteck in der linken Ecke platziert werden. Eine auffällige Hintergrundfarbe sollte gewählt werden, um den Effekt besser zur Geltung zu bringen.

Die Hintergrundfarbe wird im Bereich Schnellformatvorlage (Gruppe Zeichnung) ausgewählt. Wurde die Hintergrundfarbe entsprechend geändert, muss die Folie dupliziert werden. Dazu sollte der Nutzer mit der rechten Maustaste die Oberfläche der Folie anklicken und den Befehl „Folie duplizieren“ auswählen. Der Nutzer erhält so zwei Folien mit jeweils einem Rechteck und identischer Hintergrundfarbe. Die erste Folie ist die Ausgangsfolie, die zum Morphen nicht mehr verändert wird. In der zweiten Folie muss nun die Endsituation erstellt werden.

Wenn aus einem Rechteck ein Quadrat mithilfe des Morph-Effektes werden soll, dann muss die Endfolie bearbeitet werden. Dazu sollte zunächst das Rechteck auf der Endfolie ausgewählt werden. Das Rechteck muss nun in die Mitte der Folie gezogen werden, um den Effekt zu verdeutlichen. Anschließend sollte das Rechteck gedreht und vergrößert werden. Das Rechteck kann an zwei Seiten (obere und untere) so vergrößert werden, dass die Seiten bis zum Rand der Folie reichen.

Um einen guten Effekt zu erzielen, sollte in der Schnellformatvorlage eine intensive Farbe, wie beispielsweise Orange, gewählt werden.

Damit der Morph-Effekt von Folie 1 zu Folie 2 greift, muss zunächst das Register „Übergänge“ aktiviert werden. Das Symbol Morphen sollte in der Gruppe „Übergang“ zu der Endfolie ausgewählt werden. Über die Vorschau ist zu sehen, ob der Morph-Übergang funktioniert. Durch das Aktivieren der Bildschirmpräsentation können Sie den Morph-Effekt in voller Größe genießen.

Mit den Pfeiltasten gelangen Sie von einer Folie zur nächsten Folie. Pfeiltaste nach links bedeutet, dass sie zur vorherigen Folie gelangen. Pfeiltaste nach rechts bedeutet, dass sie zur nächsten Folie wechseln.


Morphen von aufwendigen Grafiken

Sie können mit dem neuen PowerPoint-Effekt auch Grafiken morphen. Es ist beispielsweise möglich, das Spiegeln eines Bildes mit dem Morph-Effekt zu gestalten. Um eine Grundfolie mit einem Bild zu erstellen, muss zunächst eine leere Folie eingefügt werden. Wählen Sie als Nächstes ein Bild aus und gehen Sie dazu auf das Register „Einfügen“. In der Gruppe „Bilder“ können Sie ein bereits auf dem PC gespeichertes Bild auswählen oder sich auf die Suche nach einer geeigneten Onlinegrafik begeben.

Öffnen Sie das Symbol „Onlinegrafiken“ und wählen Sie die Bingsuche nach Bildern aus. In das Suchfeld können Sie den gewünschten Suchbegriff eingeben. Sie können ein Porträt suchen oder ein anderes Bild, dessen Spiegelung erkennbar sein wird. Per Mausklick wählen Sie das Bild aus und klicken anschließend auf „Einfügen“. Das Bild wird in die PowerPoint-Folie integriert und kann so bearbeitet werden, dass es die linke Folienseite komplett ausfüllt. Mit dem Ausfüllen der linken Folienseite ist die Grundfolie erstellt. Als Nächstes muss die Endfolie erzeugt werden.

Die Grundfolie muss, zur Erzeugung der Endfolie, dupliziert werden. Um das Bild zu spiegeln, sollte das Bild markiert werden. Anschließend muss im Register „Start“ die Kategorie „Zeichnung“ und das Symbol „Anordnen“ ausgewählt werden. Es öffnet sich ein Menü, in dem der Nutzer das Drehen des Bildes wählen kann. Nun sollte der Befehl „Bild Horizontal Spiegeln“ ausgewählt werden. Um einen guten Morph-Effekt zu erzielen, kann das Bild auch in einen anderen Folienbereich verschoben werden.

Wenn Sie nicht nur das Bild morphen möchten, sondern für einen besonderen Hingucker sorgen wollen, dann können Sie die Hintergründe wechseln. In der Grundfolie sollte dazu im Register „Entwurf“ die Kategorie „Anpassen“ und das Symbol „Hintergrund formatieren“ ausgewählt werden. Es öffnet sich eine Übersicht, in der Sie den Farbverlauf verändern können. In der Endfolie (mit gespiegeltem Bild) können Sie ebenfalls einen anderen Farbverlauf auswählen. Um den Morph-Modus zu aktivieren, sollten Sie im Register „Übergänge“ das Symbol „Morphen“ nutzen. Anschließend können Sie das Resultat im Präsentationsmodus bewundern.


PowerPoint Morph Effekt – nur bei gemeinsamen Objekten möglich

Das Morphen ist nur bei gemeinsamen Elementen möglich, die sich sowohl auf der Grundfolie als auch auf der Folie befinden, die den Morph-Endzustand enthält. Allerdings können Sie weitere Elemente in Grund- oder Endfolie einfügen, die nicht auf beiden Folien vorkommen und daher nicht gemorpht werden. Wenn die zusätzlichen Objekte helfen, die Präsentation weiter zu unterstreichen, dann ergibt es Sinn, diese zu wählen, auch wenn sie nicht beim Morph-Effekt berücksichtigt werden.

Morphen mit mehreren Elementen ist selbstverständlich möglich, wenn die Elemente auf Grund- und Endfolie vorhanden sind. Auf der Microsoft-Hilfsseite zum Thema Morphen werden Planeten genutzt. Laden Sie eine leere Folie und fügen Sie mehrere Planeten in die Grundfolie ein. Die Planeten ordnen Sie nach Wunsch an und wählen eine gute Hintergrundfarbe als Kontrast. Die Farbe Schwarz passt hervorragend zu einem Hintergrund auf dem Planeten zur Geltung kommen sollen.

Im Anschluss duplizieren Sie die Folie und auf der duplizierten Folie haben Sie dann die Möglichkeit, die Planeten nach Lust und Laune zu bewegen. Sie können Farbe, Größe oder Rotation verändern. Achten Sie bei der Veränderung der Objekte darauf, dass die Grundform nicht verändert wird, damit die Objekte gemorpht werden. Auf der Endfolie können Sie zusätzliche Elemente, wie Pfeile, Striche oder Ähnliches einfügen. Die zusätzlichen Elemente befinden sich nicht auf der Grundfolie und werden nicht gemorpht. Dennoch werden die Elemente auf der Endfolie zu sehen sein.

 


Morphen von Texten ist möglich

Nicht nur Grafiken und Formen können gemorpht werden. Sie können auch Texte bzw. Wörter morphen. Werden Texte gemorpht, dann sollten sich diese nicht auf Formen befinden, sondern in Textfeldern oder Platzhaltern vorkommen. Texte in Formen, die auf der duplizierten Seite verändert werden, sorgen dafür, dass die Form nicht mehr gemorpht werden kann. Durch das Morphen können Sätze oder Wörter, die sich in Textplatzhaltern befinden, verändert werden. Sogar die Aussage einer Präsentation kann durch das Morphen von Wörtern und Texten verändert werden. Das ist mit der Effekteinstellung „Wörter“ möglich. Die zuvor genannten Morph-Effekte beziehen sich auf Objekte. Entsprechend muss zum Morphen von Texten der Effekt von „Objekte“ auf „Wörter“ geändert werden.

Zunächst muss eine leere Folie eingefügt werden. Es sollte eine Folie mit Textfeldern sein. In das Textfeld kann jetzt beispielsweise eine Abkürzung eingetragen werden, die dann zum vollen Begriff gemorpht wird. Aus OWA wird in der nächsten Folie die Buchstabenanordnung O W A oder die Langform Outlook Web Access. Um das Morphen von Texten zu realisieren, muss zunächst die Grundfolie mit dem Grundtext erstellt werden. In das in der Grundfolie vorhandene Textfeld kann beispielsweise OWA eingegeben werden.

Anschließend wird der Inhalt markiert und die Textfarbe geändert, um den Text hervorzuheben. Ist die Grundfolie erstellt, kann diese dupliziert werden. In der duplizierten Folie sollte der Text dann in Outlook Web Access geändert werden. Sie können auch die Textfarbe ändern. Anschließend sollte das Register „Übergänge“ aktiviert und das Symbol „Morphen“ gewählt werden. Des Weiteren sollte unter dem Symbol „Effektoptionen“ der Effekt „Objekte“ zu „Wörter“ geändert werden. Durch die Wahl der Effektoption „Wörter“ werden die Wörter getauscht oder ergänzt.

Beachten Sie bei der Wahl des Text-Morph-Effektes, dass Wörter beim Umstellen an neue Positionen bewegt werden. Hinzugefügte Wörter werden an den neuen Plätzen erscheinen. Müssen Wörter von der Grundfolie für die neuen Wörter Platz machen, so werden die neuen Wörter erst erscheinen, wenn die alten Wörter an die neue Position bewegt wurden. Wörter rücken hingegen auf, wenn andere Wörter entfernt werden.

Weitere Morph-Effekte, wie beispielsweise das Morphen einzelner Zeichen und die Erzeugung von 3-D-Bewegungen (beispielsweise Rotationen) ist mit der PPT-Funktion ebenfalls möglich. Sie können mit der Morph-Funktion vielseitige Animationen erzeugen und, mit einem Trick, auch Formen verwandeln.

 


PowerPoint Morph Effekt – Fazit

Die PowerPoint-Funktion Morphen ermöglicht es dem Nutzer, qualitativ hochwertige Animationen zu erstellen. Durch die erzeugten Übergangseffekte kann eine Präsentation aufgelockert und gleichzeitig auf den Punkt gebracht werden. Die Morph-Funktion ist auch ohne großartige Programmier- und PowerPoint-Kenntnisse ausführbar. Die neue Funktion spart dem Nutzer Zeit und lässt die Präsentation dynamisch wirken.

Nutzer, die kaum technische Vorkenntnisse besitzen, können mit der Funktion einfach und schnell eine animierte Präsentation erstellen. Sie können die Aufmerksamkeit Ihres Publikums mit Morph-Effekten gezielt lenken. Wer das Programm PowerPoint bereits als Profi bedient, der kann mit der Morph-Funktion beinahe selbstständig ablaufende Präsentationen kreieren. Die Morph-Funktion steht Nutzern von neuen PowerPoint-Versionen, wie PowerPoint 2019 und PowerPoint Web, zur Verfügung. Auch Abonnenten von Office 365 können die Funktion genießen. Das Morphen ist nicht abwärtskompatibel.

 

 

 

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