20. Mai 2019

Wann Sie aus einer Präsentation eine Konversation machen sollten

Die Zeit durchstrukturierter, von Fakten und Zahlen starrender Präsentationen ist vorbei. Was heutzutage gefragt ist, sind Flexibilität und Anpassungsfähigkeit. Durch den stetig steigenden Zeitdruck gilt es, schnell und präzise kundenrelevante Informationen vorzutragen, anstatt die Zeit des Publikums mit langatmigen und möglicherweise irrelevanten Folien zu vergeuden.

Je nach Thematik Ihres Vortrags und Stimmung der Zuhörer kann es sinnvoll sein, sich im Laufe der Präsentation von der PowerPoint-Präsentation zu lösen und in eine direkte Konversation mit dem Publikum überzugehen.

Die Vorteile eines Dialogs

Der Wechsel von der Präsentation zur Konversation hat mehrere Vorteile:

  • Sie bekommen bereits während des Vortrags Feedback, nicht erst danach. So kann der Inhalt entsprechend den Interessen der Zuhörer angepasst werden. Je nachdem, wer im Publikum sitzt, sind manche Teile der Präsentationen mehr oder weniger interessant und manchmal macht es auch Sinn, die Reihenfolge der Folien zu ändern.
  • Gespräche sind prinzipiell interessanter und fesselnder als Vorträge, weil sich das Publikum selbst beteiligen und einbringen kann. Zudem gilt als Faustregel, dass Konversationen besser und länger im Gedächtnis bleiben als reine Vorträge.

Wann ist ein Wechsel sinnvoll?

Um von einer Präsentation zu einer Konversation wechseln zu können, bedarf es aber einiger Voraussetzungen. Nicht immer ist ein Umstieg sinnvoll oder effektiv.

  • Das Publikum sollte eher klein sein. Je mehr Personen sich an der Unterhaltung beteiligen wollen, umso unübersichtlicher und konfus wird das Ganze. Bei geringer Zuhörerzahl kann man jeden zu Wort kommen lassen und individuell ansprechen.
  • Die Zuhörer sollten interessiert sein und viele Fragen stellen. Es bringt wenig, den Dialog zu suchen, wenn man merkt, dass das Publikum passiv oder nicht aufmerksam ist. Zu einer Konversation gehören immer mindestens zwei Parteien.
  • Zwar keine Voraussetzung, aber dennoch ein Argument für einen Wechsel, sind Präsentationen, die nicht so gut ankommen. Wenn Sie während eines Vortrags bemerken, dass Ihr Publikum Zweifel an den Informationen hat, die Sie vorbringen, oder gelangweilt wirkt, dann kann der Umstieg auf einen Dialog hilfreich sein. Einerseits bewegt er das Publikum dazu, sich zu beteiligen und andererseits können Sie anfallende Fragen sofort beantworten und Skeptiker zeitnahe besänftigen.
  • Die wichtigste Voraussetzung ist allerdings, dass Sie nicht unvorbereitet an eine Konversation herangehen. Auf einen Dialog umzusteigen, bedeutet nicht, dass Sie keine Präsentation auszuarbeiten haben, sondern vielmehr, dass Sie auch ohne die Hilfe Ihrer Folien und einer gewissen Struktur in der Lage sind, über Ihr Thema zu sprechen. Keine Anhaltspunkte zu haben und auf spontane Fragen antworten zu müssen, erfordert weit mehr Wissen und Kompetenz als traditionell einen Foliensatz durchzugehen. Gehen Sie also sicher, dass Sie im jeweiligen Themenbereich wirklich sattelfest sind.

Sie sehen, dass Dialoge mit Ihrem Publikum einige Vorteile mit sich bringen, aber nur unter gewissen Umständen Sinn machen. Wie bei jeder Präsentation kommt es auf das Thema, die Art des Vortrags und das Publikum an, welche der beiden Optionen besser funktioniert. Es ist sicher empfehlenswert, Konversationen mit dem Publikum zuerst im kleinen Rahmen auszuprobieren, um zu sehen, ob sie das Richtige für Sie sind.

Check out the PresentationLoad PowerPoint Shop

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.