31. März 2015

Bildbearbeitung in PowerPoint – Wissensstufe 2

Zwei der grundlegendsten Techniken bei der Bildbearbeitung dürfen bei dieser Serie von Beiträgen in unserem Blog natürlich nicht fehlen.

In diesem Beitrag werden folgende Themen behandelt:

  • Erstellen eigener Foto – ClipArts mit dem Feature „Freistellen“
  • Kombinieren von Fotos mit den Standard-Formen

Erstellen eigener Foto – ClipArts mit dem Feature „Freistellen“

Zunächst ein paar grundlegende Informationen:

  • Je kontrastreicher, schärfer und farbintensiver ein Foto ist – desto besser und schneller lassen sich einzelne Elemente freistellen
  • Je gleichfarbiger und unschärfer ein Foto – desto mehr Arbeit und Zeit müssen Sie investieren, um ein Element freizustellen; oft sind diese Ergebnisse nicht wirklich optimal.

Weiterhin ist es auch eine persönliche Frage des gewünschten Anspruchs, denn wenn ein freigestelltes Objekt sehr verkleinert dargestellt wird, nur kurz zu sehen ist oder vor einem undeutlichem Hintergrund liegt ist dies maßgeblich für die Qualität und den Aufwand Ihres Einsatzes relevant.

Mit der automatischen Freistellung sollten Sie eher Fotos bearbeiten, die klare Flächenbereiche und einen möglichst gleichfarbigen Hintergrund haben – sonst kann PowerPoint nicht erkennen was überhaupt freigestellt werden muss.

Im ersten Beispiel ist der Hintergrund relativ neutral und es befinden sich keine bunten Farben außerhalb der Keramikschale, die den Automatismus stören könnten. Die violetten Bereiche decken alles richtig ab und werden freigestellt (s. rechtes Bild). Einfach, schnell und ein gutes Ergebnis.

Bei unklaren Bildelementen und sehr differenzierten Bildteilen ist die Automatik schnell überfordert. Bei diesem Beispiel müssten Sie sehr viel manuell nacharbeiten.

Arbeiten Sie in kleinen Schritten. So können Sie jedoch auch mit einer Nachbearbeitung schon gute Ergebnisse bekommen.

Nach dem Anklicken der Freistellfunktion wird ein Rahmen gezeigt und die Elemente, die wegfallen würden sind violett eingefärbt. In diesem Moment reicht es zur Beurteilung des ersten Eindrucks oft aus, links in die Folienübersicht zu schauen, denn hier können Sie schon das fertige Ergebnis sehen.

Verbesserungen lassen sich oft schon dadurch erreichen, dass Sie die Ausdehnungen des Rahmens minimal in die eine oder andere Richtung verschieben.

Obwohl der Hintergrund relativ strukturiert ist stellt dieser eine „graue Fläche“ dar und die Freistellung bei dieser Lampe funktioniert recht gut. Die erste automatische Freistellung ist links im Bild zu sehen. Durch Verschieben des Rahmens und kleinen Nachbearbeitungen wird das Ergebnis rechts im Bild ansprechend und die Lampe ist komplett freigestellt. Zur Verdeutlichung liegt hinter den Lampen ein rotes Rechteck.

Mit den beiden Werkzeugen > Zu behaltende Bereiche markieren bzw. > Zu entfernende Bereiche markieren haben Sie die Möglichkeit, u.U. mit starken Vergrößerungen, kleinste Details zu bearbeiten.

Wenn Sie in sehr kleinen Bereichen arbeiten passiert es oft, dass sich dann andere neue Flächen ergeben, die Sie eigentlich nicht behalten wollten. Es lohnt sich kurz nachzudenken, denn eine Korrektur der ungewünschten Ergebnisse kann sehr aufwendig sein und zu einem ständigen Hin und Her führen. Manchmal ist es besser kleine Unsauberkeiten (roter Pfeil) zu belassen, da sie am Ende im Gesamt – Bild während der Präsentation überhaupt nicht auffallen.

Ist eine Freistellung erfolgt, haben Sie auf diesem Weg sehr einfach ein Foto-ClipArt erstellt. Für Produktinformationen, Werbung oder Darstellungen einzelner Geräteteile können Sie so Ihre firmeneigenen ClipArts für Ihr Unternehmen erstellen. Für die weitere Verarbeitung kann es manchmal sinnvoll sein, die Gesamtausdehnung des fertigen Bildes etwas zu beschneiden.

Bilder in Standard – Formen einfügen

In jede Standard – Form können Sie ein Foto oder eine Grafik einfügen und dann mit allen Werkzeugen zur Grafikformatierung bearbeiten. Ein grundsätzliches Problem entsteht jedoch durch die unterschiedlichen Proportionen bzw. Seitenverhältnisse in die das Foto verzerrt eingefügt wird.

Je nach Größe werden die Seitenverhältnisse entsprechend angepasst. Sie können Jedoch die Verzerrung beeinflussen.

Möglichkeiten mit der Formenkombination

Ab der Version 2010 verfügt PowerPoint über das neue Feature > Zeichentools > Formen kombinieren. Es lässt sich auch benutzen, wenn Sie ein Foto in die Form eingefügt haben. Sie können so Teile der Form zu – bzw. beschneiden. Markieren Sie zwei übereinanderliegende Formen und bei z.B. der > Formensubtraktion wird ein entsprechender Anteil herausgetrennt.

Hinweis: Beim Formen kombinieren ist es für das Ergebnis entscheidend, welches der beiden Elemente zuerst angeklickt wird. Oben wurde zuerst die Form mit dem Foto angeklickt. Unten wird zuerst der Kreis angeklickt.

Diese Technik funktioniert auch bei 3D-Formen:

Dies lässt den Schluss zu, dass man sich so auch genau passende Formen in den Fotos „zurechtschneiden“ kann. Mit > Formen > Skizze ziehen Sie um den Bus eine Linie. Korrigieren / löschen Sie evtl. einzelne Punkte für eine saubere Darstellung. Dann wird dieser Teil entsprechend subtrahiert (in der Mitte die falsche Variante dargestellt).

Da die Füllung sich jedoch normalerweise nach dem Seiten der Form richtet wird das Foto komplett in der neuen kleineren Form gezeigt (2. Bild von rechts). Sie können nun unter dem Punkt > Grafik formatieren > Füllung die Werte für den > Offset und die > Skalierung so ändern, dass der Bus die Form ausfüllt. Eine andere Möglichkeit wäre es, ein Häkchen bei > Bild nebeneinander als Textur anordnen zu setzen und eventuell an den oben genannten Werten Feinheiten einzustellen damit der Bus passt.

Sie werden aber trotzdem merken, dass es einige Zeit dauert, bis die Erfahrung hier ein schnelles Arbeiten ermöglicht! Mit genug Übung werden Sie jedoch sicherlich bald über diese verfügen.

Fotos in Formen als Agenda

Bei diesem Thema könnte man sehr viele Layouts zeigen. Stellvertretend soll an diesem Beispiel lediglich die optische Wirkung kurz gezeigt werden – die Technik dazu haben Sie durch die vorangegangenen Arbeitsschritte in der Zwischenzeit sicherlich erlernt.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren!

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